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Teil 1 - Von den Ursprüngen bis 1985

 

Erstellt von Richard Schimmele, Wolfgang Rettenmeier und Manfred Heinze.

 


 

Ursprünge des Vereins 

Die bekannte Vorgeschichte der Gilde beginnt irgendwo um 1876 mit dem Krieger- und Veteranenverein, der 1926 sein damals 50-jähriges Bestehen feierte und 1927 sein 25-jähriges Fahnenweihejübiläum mit Preisschießen hielt.Den 1. Preis erhielt Robert Gögelein, Crailsheim, 2. Anton Köder, Jagstzell, 3. Franz Burger, Jagstzell.Weitere Preise erhielten Ulrich Zeller, Anton Zeller, Josef Fröhlich, Franz Stahl, Xaver Schäfer, Karl Klotzbücher und Franz Geiger aus Jagstzell, sowie Jakob Hirrle, Kreuthof.Auf die Ehrenscheibe erhielt Eugen Methold den 1., Xaver Mayer den 2. und Isidor Pfauth den 3. Preis. Am 6. Juli entstanden als Unterabteilung des Krieger- und Veteranenvereins unter Vorstand Vitus Stäbler die Kleinkaliberschützen Jagstzell. Im Jahre 1925 lebten noch 4 Veteranen aus den Kriegen 1866, 1870/71.Die Mitglieder Josef Fröhlich, Anton Zeller und Hans Schäfer unternahmen damals alles Nötige um ihre Büchsen vom Bürgermeisteramt freizubekommen, da in dieser Zeit alle beschlagnahmten Waffen im Rathaus gelagert waren.Die Schießanlage, von der heute noch die letzten Reste unterhalb des Winterbergs zu finden sind bestand aus einem Schießhäusle mit 2 Pritschen und einem ca. 15 m² großen Vorraum.In den Jahren 1932-1933 wurde dann der KK-Verein aufgrund der damaligen Regierungsverhältnisse aufgelöst.


 

1. Schritte zur Wiedergründung 

1959 - Die weitere Vereinsgeschichte beginnt im August des Jahres 1959, als im ‚Grünen Baum’, Jagstzell bei Anton Schlosser einige Interessenten des Schießsports zusammenkamen um den Schützenverein Jagstzell wiederzugründen. Das Ganze erfolgte unter der Regie von Anton Zeller, Jagstzell-Gaisberg. Danach ruhte die ganze Geschichte bis zum Oktober 1959. Am 11.10.1959 traf man sich zur erneuten Versammlung im Gasthaus ‚Rössle’, dessen Besitzer Josef Schmid sen. war.Zu dieser Versammlung trafen sich 19 Interessenten. Anton Zeller sprach auch in dieser Versammlung die einleitenden Worte. Anschließend wurde die erste vorläufige Vorstandschaft gewählt, die sich aus dem 1. Vorstand Anton Zeller, jedoch nur vorläufig, dem 2. Vorstand Alban Wunder, dem Kassierer Alfred wunder und dem Schriftführer K.-H. Wolf zusammensetzte.In der Gründerzeit wurde die Schützengilde Jagstzell maßgeblich von Herrn Arno Schäfer aus der Schützengilde Ellwangen unterstützt.Dieser ermöglichte es auch, dass die damaligen Mitglieder samstags die Ellwanger Schießanlage benutzen durften.Da dies jedoch auf Dauer gesehen zu umständlich war entschloss man sich ein erstes Luftgewehr und einen Scheibenzug auf Raten zu kaufen.Da der Verein zu dieser Zeit noch nicht angemeldet war, übernahm auch hier wieder Anton Schäfer die Schießleitung bis zur Selbstständigkeit des Vereins.   

 

Wiedergründung 1960 

1960 – Im 1. Halbjahr fanden nochmals 2 Versammlungen statt, bei denen jeweils Neuwahlen anfielen, da mancher der ‚Gewählten’ teils aus beruflichen, teils aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht führen konnte.Erst die Wahlen bei der 2. Versammlung am 25. Mai sollten für längere Zeit bestand haben und damit war die Gründung der Schützengilde endlich besiegelt. Die 1. Vorstandschaft für die nächsten 4 Jahre setzte sich aus dem 1. Vorstand Bernhard Köder, dem 2. Vorstand Alois Köder, dem Kassierer Otto Sonnberger und dem Schriftführer Karl Heinz Wolf zusammen.Ein erstes Herbstschießen wurde am 1. und 2. Oktober 1960 durchgeführt. Obwohl das Fest bestens geplant war, fehlte zu Festbeginn die Musik. Doch auch der damaligen Vereinsführung fehlte es nicht an Talent und so konnte ein Teil der bestellten Kapelle noch rechtzeitig zum Tanz aufspielen. Am 19.10.1960 fand ein Vergleichsschießen zwischen Ellenberg und Jagstzell im Gasthaus ‚Hirsch’ in Ellenberg statt. Die nach Abschluss des Schießens mit Spannung erwartete Auswertung ergab für Jagstzell einen Sieg mit 1159 Ringen gegenüber Ellenberg mit 1103 Ringen. Im gleichen Jahr entstand auch der Gedanke an ein Schützenhaus und zwar wollte man eine Baracke der Stadt Ellwangen kaufen und am alten Platz unterhalb des Winterbergs aufstellen.Doch dieser Gedanke zerschlug sich bald, da die besagte Baracke inzwischen anderweitig verwendet worden war. Auch die Zufahrt und die Parkmöglichkeiten am Winterberg konnten nicht realisiert werden. 


 

1961 – Am 05.10.1961 wurde dann der Verein unter dem Namen ‚Schützengilde Jagstzell wiedergegründet 1960 e.V.’ beim Amtsgericht eingetragen.Der Rückkampf gegen die Schützenkameradschaft Ellenberg konnte mit 147 Ringen Vorsprung gewonnen werden und damit blieben die von der Gilde gestifteten Preise in Jagstzell. 

 

1962 – Die erste Ausschusssitzung von 1962 beschloss Anton Zeller als Ehrenmitglied der Schützengilde zu führen. In diesem Jahr entschloss man sich auch zum Bau eines eigenen Vereinsheims und so ging man auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück.Durch Zufall entdeckte man das Gelände unterhalb des Lohweihers, welches im Besitz der Familie Ebinger, Ludwigsburg, war und von May Klos, Kreuthof, bewirtschaftet wurde.Diese Gelände war ortsnah gelegen und entsprach den Anforderungen für eine Schießanlage. Die Verhandlungen mit den Eigentümern waren erfolgreich. Somit konnte ein Pachtvertrag geschlossen und eine Baugenehmigung beantragt werden. 

 

1963 – Am 28.02.1963 konnte das genehmigte Baugesuch eingereicht werden das am 11.11.1963 genehmigt zurückkam.Dank der Unterstützung von Bürgermeister Lechner konnten verschiedene Schwierigkeiten innerhalb dieser Zeit bewältigt werden. 

 

1964 – Am 06.04.1964 konnte der erste Spatenstich gemacht werden und mit den Erdarbeiten begonnen werden. Beim Bau des Schützenhauses musste man mit allerlei Schwierigkeiten wie Grundwasser, Umleitung des Baches usw. fertig werden.Dank der treibenden Kraft von Vorstand Bernhard Köder wurden alle Schwierigkeiten gemeistert. Bereits am 13.06.1964 konnte aufgerichtet und das Dach mit Welleternit eingedeckt werden. Der Richtschmaus am selben Tag wurde im Gasthaus ‚Grünen Baum’ abgehalten.Trotz der tatkräftigen Mithilfe der Vereinsmitglieder mit insgesamt 3.786 Stunden musste wegen fehlender Geldmittel ein Spendenaufruf durchgeführt werden.Dieser Spendenaufruf fand ein großes Echo in Geld- und Sachspenden unterschiedlicher Größenordnung. 

 

1965 – Im Jahr 1965 wurde trotz der Bauarbeiten ein gemeindeinternes Preisschießen abgehalten das guten Anklang fand.Außerdem nahm eine Mannschaft an den Rundenwettkämpfen teil. 


 

1966 – Am 06.08.1966 wurde das Schützenhaus nach harter selbstloser Arbeit in Anwesenheit vieler Vereine und Personen des öffentlichen Lebens eingeweiht.Dem Festabend am Freitag folgte die Einweihung des Schützenhauses am Samstag und am Sonntag des Festumzug und Abschluss des Preisschießens und die Preisverteilung.  Die begehrte Schützenkette des Kreisschützenkönigs trug während der Einweihung das Mitglied Ulrich Zeller, der diese in Gewahrsam hatte.Durch den württembergischen Landessportbund wurde der Vorstand Bernhard Köder für seinen vorbildlichen und selbstlosen Einsatz beim Bau des Schützenhauses geehrt. Auch Kreisoberschützenmeister Eberle dankte Bernhard Köder für besonders hervorhebende Verdienste um den Bau des Schützenhauses und verlieh ihm die goldene Ehrennadel der Schützengilde.Ebenfalls wurden mit der goldenen Vereinsnadel folgende Mitglieder geehrt:Alois Köder, Franz Hald, Ulrich Zeller, Ludwig Wiedmann sen. und Josef Häußler.Die silberne Vereinsnadel erhielt Bürgermeister Lechner, Anton Zeller, Alois Schenk sen., Gerhard Köder, Klemens und Alois Scharfenecker.Mit der bronzenen Vereinsnadel wurden geehrt, Anna Köder, Josef Hald, K.-H. Wolf, Hans Baumann, Anton Haag, Josef Schlosser sen., Hans Kurz, Lorenz Pfeffer und Wolfgang Schlosser.Der stattliche Festumzug am Sonntag zog unter den Klängen der Musikkapelle und der regen Anteilnahme der Bevölkerung durch die Ortsmitte hinaus zum Schützenhaus, wo unter freiem Himmel die Schützen und ihre Gäste Schützenfest feierten.Im Schützenhaus wurde am Sonntagnachmittag auf die begehrten Preise geschossen. Den Ehrenpreis der Gemeinde Jagstzell und die Einweihungsscheibe konnte Mitglied Jakob Göltz entgegennehmen.Die Festscheibe schoss Hans Kurz, Jagstzell. Insgesamt beteiligten sich 219 Schützen aus nah und fern an diesem Preisschießen mit einem Gesamtwert von 1.500 DM. Das Schützenhaus bestand aus einem ca. 12 x 4,50 m großen Schießraum und hatte 11 Stände für Luftgewehr. Zehn Meter westlich davon waren im Freien die Scheibenstände errichtet. An der Nordseite der Schießstätte gliederte sich ein schmucker Aufenthaltsraum mit 34 m² an. Die ganze Anlage gliederte sich als harmonisch ins Orts- und Landschaftsbild ein. Dies war natürlich nur möglich unter dem Einsatz vieler freiwilliger Helfer. Das Ganze geschah unter der Leitung des damaligen Vorstandes Bernhard Köder. 


 

1967 – 1967 wurde zum ersten Mal ein Schützenkönig ermittelt. Anlässlich des Kreisschützentages in Aalen konnte dem bewährten Oberschützenmeister und Vorstand Bernhard Köder die silberne Ehrennadel des Kreises Aalen verliehen werden.Dem 2. Schützenmeister Alois Köder wurde beim Bezirksschützentag in Fachsenfeld die silberne Verdienstnadel des WSV überreicht.Die erste Mannschaft schaffte bei den Rundenwettkämpfen 1967/68 den 2. Platz und konnte somit in die Bezirksklasse aufsteigen. Die erfolgreichen Schützen waren Bernhard Köder, Gerhard Köder, Alois Köder, Anton Haag, Franz Hald, Josef Häußler und Bruno Merz.Da auch in diesem Jahre die Arbeiten an der Schießanlage weitergingen konnte man die Blenden für die KK-Bahn fertig stellen. 

 

1968 – Im Jahre 1968 musste die Schützengilde von ihrem langjährigen Gründungsmitglied und Initiator Anton Zeller Abschied nehmen.Sechs Schützen in Uniform trugen ihn zu Grabe. Nach dem Bau des Schützenhauses wurde der eigentlich Schießsport wieder in den Vordergrund gestellt. Dies zeigte sich vor allem im Aufstieg der 1. Mannschaft der Schützengilde in die Bezirksklasse beim Rundewettkampf im Jahre 1967/68. 

 

1969 – Bei den Rundewettkämpfen 1968/69 in der Bezirksklasse konnte der 15. Platz erreicht werden. Bruno Merz konnte sich bei den Bezirksmeisterschaften in Göppingen für die Landesmeisterschaft qualifizieren. Bei der Generalversammlung am 20.12.1969 gab es einen Führungswechsel in der Vorstandschaft. Bereits im 1. Durchgang konnte Moritz Higler zum Oberschützenmeister verpflichtet werde. 


 

1970 – Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Schützengilde wurde im Juli 1970 unter Leitung von Moritz Higler ein Preis- und Talerschießen veranstaltet. Zu diesem Schießen wurden erstmals Taler von Jagstzell geprägt.5 Pokale und 64 Sachpreise im Gesamtwert von 1.500 DM wurden ausgesetzt. Aus nah und fern beteiligten sich 147 Schützen.Nach dem Königsschießen am 12.September 1970 wurde bereist am 10. und 11. Oktober desselben Jahres der erste Volksmarsch abgehalten. Es beteiligten sich bei gutem Wanderwetter 502 Wanderer, bei dem der Jagstzeller Taler erwandert werden konnte.Auch konnte im Oktober 1970 der KK-Stand vom Sachverständigen des Regierungspräsidiums Stuttgart abgenommen werden.Für besondere Leistungen im Schießsport wurde Bruno Merz mit der silbernen Ehrennadel der SGi Jagstzell ausgezeichnet. Er konnte sich nämlich bis zu den ‚Deutschen Meisterschaften 1970’ im Luftgewehr in Wiesbaden vorarbeiten!Hier belegte er mit 556 Ringen den 57. Platz von 126 Schützen in der Juniorenklasse. 


 

1971 – Da der erste Volksmarsch großen Anklang gefunden hatte, entschloss man sich im Jahre 1971 die 1. Int. Volkswandertage unter der Organisation von Moritz Higler zu veranstalten.Die Medaille zeigte die Jagstzeller Kirche mit der Schule auf dem Badberg. Insgesamt durchwanderten 1.300 Teilnehmer die schönen Strecken. Bei den Rundewettkämpfen 1970/71 belegte die 1. Mannschaft den 3. Platz. Bruno Merz stellte bei den Kreismeisterschaften 1971 in 3 Disziplinen den Kreismeister. Auch in diesem Jahr konnte er sich bis zu den ‚Deutschen Meisterschaften’ vorarbeiten und belegte bei 160 Teilnehmern einen beachtlichen 82. Platz im Luftgewehr. Er bekam daraufhin vom Deutschen Schützenbund das ‚Deutsche Meisterschützenabzeichen’ verliehen.Am 1. und 2. Oktober 1971 fand das Königsschießen und erstmals damit verbunden ein Vereinswanderpokalschießen der örtlichen Jagstzeller Vereine statt.Von insgesamt 18 teilnehmendem Vereinen konnte die Mannschaft der Kolpingfamilie den 1. Pokal vor dem Gesangverein Dankoltsweiler und der Altherrenmannschaft des SV Jagstzell in Empfang nehmen. 

 

1972 – Auch im Jahre 1972 wurde der Internationale Volkswandertag von der SGi durchgeführt. Die Medaille stellte den ‚röhrenden Hirsch’ dar.Man konnte nahezu 3.000 Teilnehmer zählen. Im selben Jahr wurde die Stützmauer im Kugelfangbereich der KK-Bahn hochgezogen und von der Kreissparkasse Ellwangen konnte ein Kassenschrank erworben werden. Das Vereinswanderpokal- und Königsschießen wurde im September 1972 abgehalten. Dabei konnte die 1. Mannschaft der Kolpingfamilie wiederum den Pokal holen. Bei den Rundenwettkämpfen 1971/72 konnte die 1. Mannschaft den 1. Platz in der Kreisklasse einnehmen. Damit war wieder ein Aufstieg in die Bezirksklasse verbunden. Die siegreiche Mannschaft bestand aus den Schützen Anton Haag, Josef Häußler, Franz Hald, Alois Köder, Bruno Merz, sowie Ludwig und Reinhold Wiedmann. Die 2. Mannschaft sicherte sich den 20. Platz. In der Einzelwertung belegte Bruno Merz den 1. Platz unter 300 Schützen.Bei den Kreismeisterschaften 1972 konnte die SGi Jagstzell in der Junioren- und Schützenklasse jeweils einen beachtlichen 3. Platz belegen.Auch bei Preisschießen konnten wieder wertvolle Preise nach Jagstzell geholt werden.Am Sonntag, den 12.November 1972 konnte zum ersten Mal offiziell KK geschossen werden. Zur gleichen Zeit wurde das 1. KK-Vereinsgewehr angeschafft. 


 

1973 – Trotz allgemeiner rückläufiger Tendenz bei den Wandertagen konnte im Jahre 1973 bei den Volkswandertagen der SGi Jagstzell die höchste Teilnehmerzahl mit über 4.000 Wanderern erreicht werden. Damit war dieser Volkswandertag zu einem  der größten in ganz Nordwürttemberg geworden.Die begehrte Medaille zeigte den ‚Mecki’.Im Jahre 1973 konnte die SGi Jagstzell einen großen Mitgliederzuwachs verbuchen der zum Teil auf das neue Bundeswaffengesetz zurückzuführen war, das den Erwerb von Waffen und Munition wesentlich erschwerte.Beim Vereinswanderpokal- und Königsschießen beteiligten sich insgesamt 18 Mannschaften der örtlichen Vereine. Den Pokal sicherte sich zum dritten Mal in Folge die Kolpingfamilie, in deren Besitz er somit überging. Bei den Rundenwettkämpfen schoss die 1. Mannschaft in der Bezirksklasse, während die 2. Mannschaft im Mittelfeld der Kreisklasse zu finden war.An der Kreismeisterschaft 1973 stellte die SGi in der Luftgewehr-Schützenklasse den 3. Platz, in der KK-50 m-Klasse sowie im KK-100m jeweils den 4. Platz.In der Einzelwertung brachte es Bruno Merz im KK-100m auf den 1. Platz des Kreismeisters und im Luftgewehr in der Schützenklasse auf den 2. Platz.Im selben Jahr konnten die aktiven Schützen bei der Einsetzung von Pfarrer Herz, wie auch bei den Wahlen von Bürgermeister Herrmann, Salut schießen. 

 

1974 – Das Jahr brachte in Sachen Volkswandertage eine kurze Verschnaufpause für die SGi, da die Wandertage kommissarisch an den Kleintierzuchtverein Jagstzell übertragen wurden. Die Medaille zeigte den ‚Jäger mit springendem Hirsch’.Zahlreiche Mitglieder beteiligten sich an den verschiedenen Meisterschaften mit jeweils guten Plätzen im Mittelfeld. Obwohl bei den Rundenwettkämpfen 1973/74 der 1. Platz erreicht werden konnte, reichte die Ringzahl nicht zum Aufstieg in die Bezirksklasse aus, da Vereine aus anderen Kreisen höhere Ringzahlen erzielen konnten.Die Mannschaft setzte sich diesmal aus folgenden Schützen zusammen:Bruno Merz, Anton Haag, Hans Kurz, Josef Häußler, Manfred Heinze, Ludwig Wiedmann jun. und Wolfgang Rettenmeier.Beim Vereinswanderpokalschießen errang Kolping I den neuen Wanderpokal. Auch fand im Jahre 1974 das erste Zeltlager der Jugend der SGi in Vellberg statt das in den darauf folgenden Jahren seine Fortsetzung fand. 1975 – Die Medaille der Volkswandertage 1975 zeigte den ‚pfeifenden Schuhputzjungen’. Zahlreiche Teilnehmer konnten sich die begehrte Plakette erwandern.Das Jahr 1975 brachte für Paula Heinze bei den Kreismeisterschaften in der Luftgewehr-Damenklasse den 2. Platz. Die restlichen teilnehmenden Mannschaften waren wieder im Mittelfeld zu finden.Ebenso waren bei den Rundenwettkämpfen gute Mittelplätze anzutreten.Der Vereinswanderpokal wurde vom Musikverein herausgeschossen.1975 war aber auch ein Jahr der Trauer.So mussten am 7. Oktober


 

1975 - Die Mitglieder der SGi ihren langjährigen Schieß- und Jugendleiter Bruno Merz nach kurzer schwerer Krankheit zur letzten Ruhe geleiten. Mit ihm verlor die SGi Jagstzell den besten Schützen überhaupt, der nie seine großen Schießerfolge und sein Können in den Vordergrund stellte, sondern immer nur seine Hilfsbereitschaft. 

 

1976 – Bei den Volkswandertagen 1976 konnte ‚Meckis Frau’ von zahlreichen Teilnehmern erwandert werden.Eine Juniorenmannschaft der SGi Jagstzell konnte bei den Kreismeisterschaften den 3. Platz erringen.Beim Vereinswanderpokalschießen konnte Kolping den Pokal wieder für ein Jahr mitnehmen.Als Baumaßnahme wurde das letzte Zwischenstück der KK Stützmauer zwischen dem Kugelfang und dem bestehenden Teilstück im Anschluss des Schützenhauses betoniert.Auch wurde bereits mit der Planung zur Erweiterung des Schützenhauses begonnen die sich über Jahre hinziehen sollte.  

 

1977 – Die 7. Int. Volkswandertage in Jagstzell im Jahre 1977 zeigten den ‚Wanderbursch’. Trotz allgemeinem Rückgang war dies eine konstante Einnahmequelle der Schützengilde.Das Jahr 1977 war wieder für mehrere Schützen der SGi erfolgreich.So konnte Paula Heinze in der Damenklasse den 1. Platz bei den Kreismeisterschaften herausschießen. Außerdem konnte Thomas Stegmeier einen 1. Platz der Junioren im KK-Dreistellungskampf und einen 3. Platz im Englisch Matsch erringen.Durch diese guten Ergebnisse kamen beide zu den Bezirksmeisterschaften, wobei Paula Heinze den Bezirksmeister in der Damenklasse stellen konnte.Thomas Stegmeier errang einen beachtlichen 9. Platz im Standardgewehr. Beim Vereinswanderpokalschießen konnte die Mannschaft des Musikvereins den begehrten Pokal holen. Im selben Jahr fand auch die 1. außerordentliche Generalversammlung der Schützengilde statt. Es stand ein eventueller Erwerb des Grundstückes, auf dem das Schützenhaus steht, an. Von den umfangreichen Tiefbauarbeiten im Kanalisations- und Wasserleitungsnetz der Gemeinde Jagstzell waren auch die Christgasse und das Schützenhaus betroffen. Ein Anschluss des Schützenhauses und des gepachteten Grundstückes an das Kanalisationsnetz waren unumgänglich. Es ergaben sich daher 2 Möglichkeiten die nicht unerheblichen Anschlussgebühren unterzubringen und zwar Erhöhung des Pachtzinses, oder Kauf des Grundstückes. 


 

1978 – Das Jahr 1978 mit den 8. Int. Volkswandertagen und der ‚Elvis-Presley-Medaille’ war für die Schützengilde wieder ein voller Erfolg. Man konnte die überraschend große Anzahl der Wanderer kaum bewältigen.Die Kreismeisterschaften 1978 brachten für Paula Heinze in der Damenklasse den 7. Platz, im Bezirk den 2. Platz und beim Land den 37. Platz.Thomas Stegmaier konnte im Englisch Matsch den Kreismeister stellen. Den Vereinswanderpokal sicherte sich wiederum die Mannschaft des Musikvereins. 

 

1979 – Die Medaille der 9. Int. Volkswandertage in Jagstzell zeigte auf einem Teller ‚Heidi mit Großvater’ Bei den Kreismeisterschaften 1979 errang Paula Heinze in der Damenklasse in der Disziplin Luftgewehr den 2. Platz. Manfred Heinze konnte von ca. 400 Schützen bei den Rundenwettkämpfen den  7. Platz erreichen. Die Mannschaft belegte den 10 Platz. Der Vereinswanderpokal ging im Jahre 1979 nach dreimaligem Gewinn in Serie durch die Mannschaft des Musikvereins in deren Besitz über. 


 

1980 – Das Jahr 1980 stand wieder im Zeichen eines regen Schießbetriebes. So konnte bei den Kreismeisterschaften in der LG-Damenklasse Paula Heinze den Kreismeister stellen, im KK-Standard den 2. Platz, ebenso wie Manfred Heinze den 2. Platz im KK-Standard der Schützenklasse. In der Disziplin Englisch-Match der Junioren konnte Josef (Flipsi) Rettenmeier den dritten Platz der Kreismeisterschaften belegen. Die Mannschaft der Schützenklasse in der Disziplin  Englisch-Match konnte sich den 2. Platz sichern. Bei den Bezirksmeisterschaften konnte Paula Heinze in der Disziplin LG-Damen und Standard-Damen je den 2. Platz erreichenAuch bei verschiedenen Preisschießen wurden wertvolle Preise herausgeschossen.Zu den Landesmeisterschaften 1980 in Fellbach-Schmiden qualifizierten sich Paula und Manfred Heinze in der Disziplin Luftgewehr.Durch ihre konstanten Leistungen wurde Paula Heinze in den Bezirkskader berufen an dessen Erfolg sie maßgeblich beteiligt war. Den Vereinswanderpokal im Jahre 1980 gewann der Gesangverein Dankoltsweiler. Bei den 10. und letzten Int. Volkswandertagen der Schützengilde im Jahre 1980 konnte man eine bildlich dargestellte Ansicht von Jagstzell auf  einem Ornamentteller erwandern. Das Jahr 1980 brachte für die SGi Jagstzell auch eine Wende im Veranstaltungskalender. So wurde auf Grund der mäßigen Teilnehmerzahlen an den Volkswandertagen der letzten zwei Jahre der Beschluss gefasst, diese Wandertage nach10-maliger Veranstaltung nicht mehr abzuhalten.  Als Ersatz für diese Veranstaltung wurde im November 1980 erstmals unter der Organisation von Oberschützenmeister Wolfgang Rettenmeier ein Fischessen in der Turn- und Festhalle Jagstzell durchgeführt. Da eine solche Veranstaltung einmalig war und weit und breit seinesgleichen suchte, war deren Gelingen für die Vorstandschaft der SGi kein unerhebliches Risiko.Da die Mitglieder tatkräftig mithalfen wurde es zu einem großen Erfolg. Dies zeigte sich daran, dass bereits 2 weitere Veranstaltungen vollständig ausgebucht sind und für danach folgende Fischessen bereits Bestellungen vorliegen. Das abgeänderte Baugesuch konnte nach Ausräumung von Unstimmigkeiten mit dem Wasserwirtschaftsamt im Jahre 1980 an die Gemeinde weitergeleitet werden. 


 

1981 – Im Jahre 1981 konnte Paula Heinze bei den Kreismeisterschaften in der Disziplin LG-Damen wiederum die Kreismeisterin stellen. Im Standardgewehr-Damen konnte sie den 2. Platz erreichen. Ebenso wurde sie Bezirksmeisterin i LG-Damen und konnte sich somit für die Landesmeisterschaften qualifizieren.Bei den Landesmeisterschaften wurde Paula Heinze sogar Vizemeisterin und konnte bei der Deutschen Meisterschaft in München auf der Olympiaanlage einen guten Platz im Mittelfeld belegen. Den Vereinswanderpokal 1981 gewann der Musikverein Jagstzell. 

 

1982 – Die Planung für den Umbau des Schützenhauses lief auf Hochtouren. Ein Lärmschutzgutachten musste in Auftrag gegeben werden, da sich das Schützenhaus am Ortsrand befindet. Den Vereinswanderpokal gewann Motorhead. Bei den Kreismeisterschaften belegte Paula Heinze in der Damenklasse in der Disziplin Luftgewehr den 1. Platz, mit dem Standardgewehr belegte sie den 2. Platz und im Englisch-Match den 3.Die Mannschaft der Schützenklasse konnte ebenfalls in der Disziplin Englisch-Match den 3. Platz belegen.Zu den Bezirksmeisterschaften qualifizierte sich Paula Heinze. Hier belegte sie einen beachtlichen 2. Platz mit dem Luftgewehr. 


 

1983 – Sofort nach Erhalt der Baugenehmigung wurde am 8. Oktober mit dem Umbau des Schützenhauses begonnen. Bereits am 14. November war die ganze Bodenplatte betoniert, die seitlichen Mauern an der KK-Bahn auf die gesamte Länge von 50 m hochgezogen und die Seitenwände hochgemauert. Aber auch das Schießen kam in diesem Jahr nicht zu kurz. Während beide Mannschaften in den Rundewettkämpfen in ihren Gruppen Mittelplätze belegten, konnte Paula Heinze bei den Kreismeisterschaften  mit dem Luftgewehr den Kreismeister stellen und im Standardgewehr belegte sie den 3. Platz. Sie konnte sich über die Bezirksmeisterschaften bis zum 15. Platz bei den Landesmeisterschaften vorarbeiten. 

 

1984 – Nach einem strengen Winter wurden die Arbeiten am 14. April wieder aufgenommen und am 24 Mai wurde während einer Dauerregenperiode das Dach aufgerichtet.Bis zum Abrechnungstermin am 1. Oktober mit dem Württembergischen Landessportbund war der Rohbau abgeschlossen und der Innenausbau lief auf Hochtouren. Die Elektro- und Installationsarbeiten waren beendet und es wurde mit dem Verkleiden der Innenwände, dem Anbringen der Holzdecke und dem VerlegenDes Fußbodens begonnen. Am 22. Dezember konnte nach erfolgtem Innenausbau und Abnahme der Luftgewehrstände mit dem Schießbetrieb wieder begonnen werden.In der Bauzeit wurden insgesamt 5.000 Stunden an Eigenleistung aufgebracht. Die großen Organisatoren waren Hans Kurz, Manfred Heinze und Wolfgang Richter. Diese 3 haben insgesamt mehr als 1.500 Stunden an Eigenleistungen aufgebracht. Besonders rege beteiligte sich auch die jüngere Generation am Vereinsleben und Schützenhausneubau, so dass für die Zukunft noch mehr Aufschwung im Verein zu erwarten war.Trotz der Baumassnahme beteiligten sich mehrere Mitglieder an den Kreismeisterschaften. Paula Heinze erreichte den 2. Platz mit dem Luftgewehr in der Damenklasse und mit dem Standardgewehr wurde sie Kreismeister. In der Disziplin Englisch Match konnte die Mannschaft den 2. Platz in der Schützenklasse und Wolfgang Rettenmeier einen ausgezeichneten 3. Platz in der Einzelwertung belegen. Die Juniorenmannschaft belegte ebenfalls den 3. Platz.  


 

1985 – 25-jähriges Vereinsjubiläum. Aus diesem Anlass fand der Kreisschützentag 1985 in der Turn- und Festhalle Jagstzell statt.